You Melt my Heart: 12 Acts, auf die wir uns beim Melt! Festival freuen

Fast ein Jahr ist es her, dass wir uns schon früh am Vormittag mit einem riesigen grünen Schirm auf den Weg in den See machten, auf dem Rückweg das erste Dosenbier zischten und den Rest des Tages die schönste Musik des Sommer auf die Ohren gedröhnt bekamen. In einem Wort: Melt! Festival. Das waren zwei Worte – und sie stehen für mich für Sommer, eine verrückt besondere Location auf der Ferropolis-Insel, Festival-Vibes für drei Tage, viele schöne Menschen und ein noch schöneres Line-up.

Jetzt lohnt es sich schon fast wieder die Tage zu zählen – ungefähr drölf Mal müssen wir noch schlafen, bis das Melt Festival 2015 ansteht. Hier sind die zwölf Acts aus dem Line-Up, über die ich mich schon jetzt ganz kugelig freue …

 

  1. Kaytranada

    Wenn es ums remixen geht ist Kaytranada spätestens seit er sich an Azealea Banks’ ATM Jam wagte in meinen höchstpersönlichen Musik-Olymp aufgestiegen. Aber auch die Eigenproduktionen des Kanadiers mit Haiitischen Wurzeln sind nicht zu ignorieren: selten schafft ein Producer den Sprung zwischen Dance und Hip Hop so mühelos, dass es klingt, als könnten die zwei Genres gar nicht ohneeinander. Endlich live beim Melt! 2015 – Vorfreude!


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  2. Alt-J

    Zwei Wörter (fast), vier Buchstaben, ein Shortcut: die vielleicht kreativste Band dieser Zeit kommt nach Ferropolis. Und ich spüre das Pipi schon jetzt in den Augen, wie neulich, als die britischen Jungs um Joe Newman die Menge im Huxley’s Neue Welt zum schwitzen brachten. Wer an dieser Stelle wie ich der Melancholie verfällt: hier geht’s zu unserem Interview mit alt-J.


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  3. Alle Farben

    In meiner Vorstellung verbringt Frans Zimmer aka Alle Farben seine Zeit am liebsten damit, verträumt vor den Wandfarben im Baumarkt zu stehen und sich in Tönen wie Night Shadow Blue zu verlieren. Ungefähr so klingt seine Musik: ein bisschen verloren und dabei auf dem besten Weg, den Sommer zu vertonen.
    Mit seinem Supersommersong “She Moves” hat der Produzent mit dem Katzenlogo erreicht. Im Juli erreicht er Ferropolis, mit Cat Content, Bubigesicht und ordentlich Sommer Vibes im Gepäck.


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  4. AnneMayKantereit

    Es ist schon verrückt, die Sache mit der Musik. Würde man mir die Schlagworte “Klavier”, “Deutscher Gesang” und “Singer Songwriter” vorlesen – ich hätte wahrscheinlich schon beim zweiten laut “Neeeeeeext!” gerufen. Und dann kam die Kölner Band AnneMayKantereit und ließ mich an all meinen Prinzipien zweifeln, als ihr Song “Barfuß am Klavier” das erste Mal durch meine Boxen klimperte. Diesen Sommer sind sie live auf dem Melt!, und ich plane meine strengen Regeln kopfüber in den Ferropolis-See zu werfen für diese Band. Man darf gespannt sein.


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  5. Flume

    Der Australier für die Quote heißt in diesem Jahr Flume, wurde hier schon vor ein paar Jahren entdeckt und ist seither nur besser geworden. Mein größter Wunsch wäre aber das australische Doppelpack: Chet Faker und Flume auf einer Bühne, in der Abendsonne, mit einem kalten Wodka Tonic in der Hand. Geht das, liebes Melt Festival? Nächstes Jahr wäre auch ok, ich komm wieder, versprochen.


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  6. Erlend øye & The Rainbows

    Zuletzt stand das Talent aus Norwegen mit seinen Bands Kings of Convenience und Whitest Boy Alive auf den Bühen des Melt Festivals, jetzt lebt Erlend Øye schon seit fast drei Jahren in Italien – und schafft es trotzdem wieder nach Ferropolis. Was das neue Album kann haben wir euch hier schon gezeigt, jetzt bleibt nur Vorfreude auf den großen Gute-Laune-König Erlend Øye samt Band The Rainbows.
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  7. Shura

    Eine, die ganz sicher auf jede one’s to watch Liste dieses Jahres gehört: das Multitalent Shura (Sängerin, Produzentin, Remixerin und Video Artist). Die Künstlerin Haut uns mit ihren bisherigen Veröffentlichungen einen gelungenen Mix aus 80er-Pop und 90er-RnB um die Ohren, der gerade in live interessant werden dürfte.

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  8. Hudson Mohawke

    Wenn HudMo, a.k.a Ross Birchard, a.k.a. Hudson Mohawke eine Bühne in Ferropolis betritt erwarte ich Wände wackeln – und Ferropolis hat (zum Glück) gar keine Wände. Die Eigenproduktionen des Beatmachers aus Glasgow hauen dermaßen auf den Putz, dass sie in den Berliner Clubs leider nur selten zu hören sind. Ein großes Glück deshalb, dass das Melt! sich traut. Ihr wisst, was ihr zu tun habt: Oropax rein und bouncen!


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  9. Kwabs

    Ich persönlich halte Festivals ja für eine der unheißesten Begebenheiten, die der Sommer so bietet: staubige, stinkige Dixie Toiletten und Bier ab 10. Macht auch gar nichts, wir sind schließlich wegen der Musik da. Und genau die versorgt das Melt! 2015 dank Kwabs auf dem Line-Up mit einer dicken Portion sexytime im Programm. Fühlt sich auch solo an wie ein entspannter kleiner Sommerflirt.


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  10. Seinabo Sey

    Die Stockholmerin hat schon seit sie letztes Jahr die Szene stürmte einen festen Platz in den PonyDanceClyde DJ-Sets. Klar, dass das auch gut in ein ordentliches Festival-Lineup passt. Weniger poppig als die typisch skandinavische Produktion, ein bisschen dramatisch und trotzdem entspannt klingt Seinabo Sey. Und ich kann es kaum erwarten, auf dem Melt! 2015 mit ihr “You ain’t getting any younger younger younger you know” in die Kranlandschaft zu brüllen.


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  11. Aquilo

    Die Jungs von Aquilo sind noch ganz frisch auf meinem musikalischen Radar, aber die Glaskugel ist sich sicher: gekommen, um zu bleiben. Und bevor der Wir sind Helden Ohrwurm sich jetzt Bahn bricht: lieber in Aquilos hoch fliegenden Sound reinhören und eine Runde den Kopf ausschalten.

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  12. London Grammar

    Zum Schluss eine Portion Drama, Baby: dass die britischen Überflieger von London Grammar live genau so beeindruckend klingen wie über Kopfhörer haben sie bereits beim Melt! Festival 2013 bewiesen. Diesen Sommer sind sie zurück und bringen ihren typisch melancholischen Sound und (Gott sei Dank für) diese Stimme mit.

 

Unser Foto-Tagebuch vom Melt! Festival 2014 gibt’s hier: mit Würsten, Kränen und viel Liebe.  

 

P.S.: Kylie. Minogue.

Fanni liebt das Internet, ihren Kiez in Neukölln, Schaukelstühle, italienisches Essen und Musik, die sie auf dem Sofa hüpfen lässt. Sie kann schneller Bier trinken als alle anderen, verträgt aber außer Mexikaner keine Kurzen.

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