Video: Marteria und die Ode an seine Heimat

Hach Marten du Fuchs! Da haste mich schon wieder blindlings erwischt. Irgendwie schafft Marteria es immer wieder, mich völlig aus dem Konzept zu bringen. Fand ich den deutschen Hip Hop dieser Tage nicht immer ziemlich doof? Für spezielle Fälle müssen eben Ausnahmen her – und Marteria ist so eine.

Auf seinem aktuellen Album “Zum Glück in die Zukunft II” hat Marteria seiner Heimatstadt Rostock einen Song gewidmet, der zur Hymne der Hansestadt avancieren dürfte – wenn sie das nicht schon längst ist. Jetzt hat er ein neues Video veröffentlicht, das wie schon der Vorgänger “OMG!” mit wunderbaren Momentaufnahmen glänzt und die Stadt und seine Menschen einfängt, ohne vom Song abzulenken. “Mein Rostock” zählte vom ersten Hören an zu meinen Favoriten auf dem Album: wegen dem zurückhaltenden Beat, dem leidenschaftlichen Chorus, vor allem aber wegen der Lyrics:

Deine Feinde kennen dich genau, doch sehen in dir nur dein brennendes Haus

Ehrlich, persönlich und trotzdem klar beobachtet Marteria seine Heimatstadt, zieht Bilanz, schaut zurück und nach vorn. Und ich kann diese Ode an die Heimatstadt bestens nachvollziehen: auch ich bin jedes Mal aufgeregt, wenn die Straßen der Heimat sich vor mir aufbauen, will gar nicht mehr weg, könnte bei jedem Abschied heulen und weiß doch, dass ich da nicht mehr dauerhaft glücklich wäre.

Mehr Musikvideos gibt’s hier. Ihr wisst schon, wie damals bei MTV.

Fanni liebt das Internet, ihren Kiez in Neukölln, Schaukelstühle, italienisches Essen und Musik, die sie auf dem Sofa hüpfen lässt. Sie kann schneller Bier trinken als alle anderen, verträgt aber außer Mexikaner keine Kurzen.

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