PDC vs. 2014: Öfter an die Ostsee

Erinnert ihr euch? Im Januar hatten wir uns einiges vorgenommen für das neue Jahr. Schön und gut und viel zu schnell wieder vergessen. Damit wir das auch durchziehen, hier eine kleine Erinnerung an das träge, planungsfaule Selbst: ein Plädoyer für mehr Meer. Für die Ostsee. Für mindestens ein Mal im Jahr Richtung Norden fahren und ein paar Tage lang nur auf’s Meer gucken – das klingt doch realistisch. Denn wenn wir ehrlich sind, ist die von Berlin aus wirklich nur um die Ecke.

Und weil wir uns unterwegs nicht nach verstaubten Hotels mit Möbeln aus den 90ern sehnen, suchen wir das “Fast Zuhause”-Gefühl in der Wohnung von Leuten, die gerade woanders sind. Mal wieder raus, mit HouseTrip Familienurlaub an der Ostsee machen. Oder mit wem auch immer wir eben weg wollen.

 

Ein Plädoyer für das weglaufen

Also öfter mal Pausen einlegen, bitte. Richtige Pausen, nicht nur Kaffeepäuschen, während denen der Blick ständig zum iPhone wandert. Einfach abhauen und weglaufen: vom tagtäglichen Trott in der Stadt, von der Wohnung mit ihren Baustellen, von den vielen kleinen und großen Projekten, die wir vor uns herschieben. Und lieber mal wieder in Oma-Tempo Fahrrad fahren. Mit Aussicht auf viel Wasser und verfallene Strandvillen, die es immer noch schaffen, mehr an den alten Glanz dieser Orte zu erinnern, als an Jack-Wolfskin-Jacken. Salzige Luft einatmen. Durchatmen. Im Strandkorb verkriechen, mit Buch und Decke und einer Flasche Rotwein, und mit klammen Füßen erst wieder rausklettern, wenn es fast schon dunkel ist, der Wein leer, und das Meer plötzlich gefährlich laut.

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Von vollen Zügen und Kaiserbädern

Das Internetz hat sich beim Anblick der vielen Bilder von glücklichen Frührentnern in Strandkörben fast selbst gelöscht, deshalb lassen wir die heute aus und sagen euch einfach so, wo genau ihr eine Pause einlegen sollt.
Auf Usedom. Da fährt regelmäßig ein überfüllter Zug hin, der auch euer Fahrrad mitnimmt und garantiert nicht viel langsamer ist als euer Auto, wenn es verwirrt durch Brandenburg fährt und sich fragt, was es hier soll. Die “drei Kaiserbäder” sind nur wenige Kilometer voneinander entfernt und wirken auf den ersten Blick vielleicht austauschbar; wer einen genaueren Blick wagt wird aber feststellen, dass sie eigentlich Welten auseinander liegen.

Ahlbeck zum Beispiel: eine Welt, die irgendeinen Zug verpasst hat und sich noch im Glanz eines alten Sommerbads wähnt – entsprechend sehen Preise und Publikum aus. Heringsdorf: ein Ort für Tagesausflügler und Freunde riesiger Gesundheits-Paläste mit mehr Betten als die Schuppen an der türkischen Riviera. Nichts für mich. Bleibt nur noch eines, und das ist gar keine schlechte Alternative: im Seebad Bansin hatten wir die glücklichsten Tage. Bansin ist die Welt der Fischbrötchen, sozusagen die ruhige kleine Schwester, immer ein bisschen unaufgeregter als die zwei Großen.

Also. Auf geht’s los, Termin finden, Butze buchen, vorfreuen. Ihr habt ja keine Ahnung, was so eine Aussicht auf Meer für die Laune tun kann.

 

In Zusammenarbeit mit HouseTrip.

Fanni liebt das Internet, ihren Kiez in Neukölln, Schaukelstühle, italienisches Essen und Musik, die sie auf dem Sofa hüpfen lässt. Sie kann schneller Bier trinken als alle anderen, verträgt aber außer Mexikaner keine Kurzen.

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