Sortenrein verrückt: Fanni auf Abwegen in Südtirol

Sie mögen noch so schön sein, von den meisten Reisen bleibt uns doch nicht mehr als die Erinnerung an den ein oder anderen Moment. Den Rückblick auf’s Durchatmen, auf ein gutes Essen, die zufällig wiederentdeckten Bilder in der Galerie unseres iPhones. Nicht so bei meinem letzten Ausflug nach Südtirol. Denn wenn ich hier eines gelernt habe, dann das: wenn der Handgepäck-Trolley reichen würde – nimm lieber das Koffer-Ungetüm mit, das auch vier Wochen voll Urlaubsgepäck trägt. Südtirol lässt dich nicht einfach nur mit deinen Sachen wieder abreisen, so ist das nämlich. Bei mir kamen da noch Kochbücher, Schüttelbrot, Schinken, ein Spaghetti-Portionierer und ganze zehn (!) Flaschen vom Obsthof Troidner dazu.

Richtig gelesen, Obsthof. Aber hier geht es nicht um irgendeine Streuobstwiese wie die bei eurer Familie auf dem Land. Hier geht es um Säfte, die ein Erlebnis schaffen wie es sonst nur ein guter Wein oder der perfekt gemixte Drink kann. Etwas für Foodies, das wir im traditionellen Südtirol nicht wirklich erwartet hätten.

Aber wir haben auch nicht mit Thomas Kohl gerechnet. Ein Mann, der seine Leidenschaft gefunden hat.

Leidenschaft im Apfel.

 

Ich hätt’s mir niemals träumen lassen, aber er kriegt es irgendwie hin. Ein ganz neues Geschmackserlebnis trotz – oder gerade mit Äpfeln, diesem langweiligen Durchschnitts-Obst, von dem die meisten von uns in der Kindheit eher zuviel hatten als zuwenig. Aber warum dann die Aufregung ob dieser Säfte? Das mag daran liegen, dass die Kohl Säfte nicht irgendeine lieblos zusammengerührte Mischung sind, sondern sortenreine Apfelsäfte. Da kommt dem ursprünglichen Geschmack der Sorte dann wirklich nichts in die Quere und wir merken endlich mal, warum es überhaupt so viele Apfelsorten gibt.

Grund genug, Thomas Kohl während meiner Südtirol-Reise bei sich zu besuchen und genau zu inspizieren, wie ein einfacher Apfelsaft so gut sein kann. Ein Besuch in Ritten …

Pony Dance Travel in Südtirol: verrückt nach Apfel dank den Kohl Säften vom Obsthof Troidner

Pony Dance Travel in Südtirol: verrückt nach Apfel dank den Kohl Säften vom Obsthof Troidner

Pony Dance Travel in Südtirol: verrückt nach Apfel dank den Kohl Säften vom Obsthof Troidner

Pony Dance Travel in Südtirol: verrückt nach Apfel dank den Kohl Säften vom Obsthof Troidner

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Wo Kohl Säfte wachsen: draußen in Südtirol

Die Sonne brennt auf den steilen Hängen, wo die Äpfel für sortenreine Kohl Säfte wachsen. Nachgeholfen wird nur mit Dünger von den Bauern aus der Region, die sich im Gegenzug über Abfallprodukte aus der Saftproduktion freuen dürfen. Hier bleibt alles in der Familie, könnte man also fast sagen. Thomas Kohl drückt es so aus:

Die Qualität muss von draußen kommen.

Und dass das Endprodukt so gut schmeckt dürfte niemand mehr wundern, wenn man einmal kurz auf sich wirken lässt, wie dieses draußen aussieht.

Pony Dance Travel in Südtirol: verrückt nach Apfel dank den Kohl Säften vom Obsthof Troidner

Pony Dance Travel in Südtirol: verrückt nach Apfel dank den Kohl Säften vom Obsthof Troidner

Pony Dance Travel in Südtirol: verrückt nach Apfel dank den Kohl Säften vom Obsthof Troidner

Pony Dance Travel in Südtirol: verrückt nach Apfel dank den Kohl Säften vom Obsthof Troidner

 

Durst? Hier gibt’s Südtirol für die Foodies zuhause

Irgendwann werden sich auch die vielen mitgebrachten Flaschen dem Ende neigen – aber ich und alle Daheimgebliebenen haben Glück: Die Kohl Säfte gibt’s nicht nur in Südtirol zu kaufen. In Berlin zum Beispiel führen die Berliner Kaffeerösterei (auch im Online-Shop!), die Chocolaterie Manon im Quatier 207 oder BioLüske eine Auswahl des Sortiments vom Obsthof Troidner. Die komplette Liste der Verkäufer für eure Hood erfragt ihr am besten hier. Oder einfach auf der Stelle online bestellen.

Dem aufmerksamen Leser dürfte hier übrigens etwas bekannt vorkommen, denn bereits beim ersten kosten wollten wir mehr und waren ganz verknallt in die Kohl Säfte vom Obsthof Troidner.

 

Außerdem haben wir in Südtirol einen auf die positive Art verrückten Gemüse-Nerd getroffen.

Alle Reisegeschichten gibt’s hier.

Fanni liebt das Internet, ihren Kiez in Neukölln, Schaukelstühle, italienisches Essen und Musik, die sie auf dem Sofa hüpfen lässt. Sie kann schneller Bier trinken als alle anderen, verträgt aber außer Mexikaner keine Kurzen.

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