Hot Dogs und Aussicht: das Foto-Tagebuch aus Århus, Teil 1

Unbändiger Hot-Dog-Hunger zu jeder Tages- und Nachtzeit, schöne Menschen überall, eine zehnstündige Busfahrt, die es irgendwie geschafft hat, Spaß zu machen, und viel viel gute Musik auf die Ohren: so lässt sich das letzte Wochenende in der dänischen Küstenstadt Århus zusammenfassen. Drei Tage durften wir in der kleinen Hauptstadt Jutlands verbringen, die 2017 ganz groß wird: als Kulturhauptstadt Europas nämlich. Spätestens dann kommen wir wieder, und damit wir nichts vergessen und ihr wisst, was ihr zu tun habt, kommt hier mein #PonyDanceTravel City Guide Århus für euch, als Foto-Tagebuch in zwei Teilen. Zum Hot Dogs mit-mümmeln, Aussicht genießen und Fernweh kriegen.

Außerdem erzähle ich euch ein paar Geschichten von der Unmöglichkeit, in Dänemark nach 20 Uhr etwas ordentliches zu essen zu bekommen, von versteckten Schönheiten, bei denen ihr den besten Kaffee der Stadt und ein schönes Smørrebrod bekommt (natürlich nur bis nachmittags!) und von den schönsten Orten zum Musik hören.

Dänische Hot Dogs / Aarhus Foto-Tagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

Dänische Hot Dogs / Aarhus Foto-Tagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

Dänische Hot Dogs / Aarhus Foto-Tagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

Dass die Sache mit dem Essen in Århus sich schwierig gestalten wird, mussten wir gleich am ersten Abend feststellen. Nach zehn Stunden Busfahrt mit hungrigen Mägen angekommen, noch schnell ein kurzes Statement in eine Videokamera geplappert, im Festival-Office registriert, die Air BnB Wohnung gefunden und dann schnell los in eines der coolen Restaurants, die ich in meiner typischen Übermotivation recherchiert hatte.
Das war zumindest der Plan. Aber nix da, Dänemark spielt nunmal nicht mit, wenn es um mein Hungergefühl geht, das regelmäßig erst gegen 20 Uhr auftaucht. Wir standen dank der langen Busfahrt gegen 20.30 Uhr in der Innenstadt von Århus vor dem Deli unserer Wahl. Selbiges, und alle drumrum waren auch noch geöffnet – aber keiner wollte uns um diese Zeit mehr etwas zu essen geben, einfach keiner. Herzlose Frühschläfer, diese Dänen!

Unser Glück fanden wir dann am nächsten Tag im Hot Dog, diesem fantastischen Stück Wurst im Brot, die in Europa meines Wissens nach nirgends so gebührend gewürdigt wird, wie in Dänemark. Mit großartiger Übersetzungsarbeit vom Steff Houlberg Hot-Dog-Verkäufer wurde das gesamte Sortiment durchprobiert, schmierige Finger und Kugelbäuche inklusive, aber keine hungrig grummelnden Mägen mehr.

Danke Dänemark, danke für deine Hot Dogs!

 

Aarhus Foto-Tagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

Aarhus Fototagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

Aarhus Foto-Tagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

Aarhus Foto-Tagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

Filterkaffee, Burger und viel viel Sonne im Café Drudenfuss, Architektur auf dem Store Torv und in der Klostergade.
Und wir haben natürlich noch mehr frisch entdeckte Empfehlungen für hungrige Mäuler und akuten Kaffeedurst mitgebracht – voilà:

Der klitzekleine Århus Coffee & Deli Guide

  • Great Coffee / Klostergade 32H //
    In einem gemütlichen kleinen Hinterhof versteckt sich der vielleicht beste Kaffee der Stadt.
  • Lynfabrikken / Vestergade 49 //
    Grüne Dachterasse, Kreativraum, Café und Co-Working, alles in einer ruhigen Seitenstraße.
  • BERNTH & CO / Borggade 12 //
    Ein Deli für Menschen, die ihr Brot ernst nehmen. Mit Sandwiches, an denen alles selbst und mit Liebe gemacht ist.
  • Sigfreds Kaffebar / Ryesgade 28 //
    Wer es schafft, sich von der Einkaufsstraße weg in den kleinen Innenhof zu schleichen, der dieses schön minimalistisch eingerichtete Café beherbergt, wird mit großartiger Kaffeekultur, einer großen Ladung Ruhe und den nettesten Kellnern belohnt, die wir in Århus finden konnten.

 

SPOT Festival / Aarhus Foto-Tagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

SPOT Festival / Aarhus Foto-Tagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

SPOT Festival / Aarhus Foto-Tagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

Picknick mit Krabbensalat und dem besten Knäckebrot aller Zeiten neben der (zum Glück!) einzigen Open-Air-Bühne des SPOT Festivals, direkt vor dem Musikhuset. Nicht, dass wir Musik unter freiem Himmel nicht zu schätzen wüssten, aber dieser dänische Küstenwind hat uns dann doch etwas überrumpelt. Wie ich in diesem eher ungeplanten Zwiebellook aussah, seht ihr übrigens auf den Streetstyle-Fotos von Soundvenue (11/16).

 

SPOT Festival / Aarhus Foto-Tagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

Lieblingsvenue beim SPOT Festival: Godsbånen / Aarhus Foto-Tagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

Lieblingsvenue beim SPOT Festival: Godsbånen / Aarhus Foto-Tagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

Lieblingsvenue beim SPOT Festival: Godsbånen / Aarhus Foto-Tagebuch City Guide / #PonyDanceClyde

Ohne Zweifel unser liebstes Venue beim SPOT Festival, bei dem dankenswerterweise sowieso alle Konzerte in maximal zehn Minuten Fußmarsch zu erreichen sind: Godsbånen, das neue industriell anmutende Kulturzentrum auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. Inklusive bombastischer Dachterasse: ihr wisst schon, für den Sonnenuntergang und den vorletzten Hot Dog des Tages.

 

Auch Hot-Dog-Hunger? Ab nach Dänemark mit euch!

Von Berlin aus kommt ihr am besten mit der Deutschen Bahn nach Århus, die fährt ohne ein einziges Mal Umsteigen in 6,5 Stunden und für 139,- €. Günstiger geht’s mit dem Berlin Linien Bus, der nimmt euch schon für ca. 72,- € mit in die Hauptstadt Jutlands.

Fanni liebt das Internet, ihren Kiez in Neukölln, Schaukelstühle, italienisches Essen und Musik, die sie auf dem Sofa hüpfen lässt. Sie kann schneller Bier trinken als alle anderen, verträgt aber außer Mexikaner keine Kurzen.

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